70 % der Ärzte spüren die Auswirkungen regionaler Klinik- und Praxisschließungen unmittelbar. Über die Hälfte der Befragten stellt ständig wachsenden Zustrom an Patienten fest.

#PraxenKollaps und Praxen in Not: Die Kampagnen und Protestaktionen zur miserablen Lage der Gesundheitsversorgung in Deutschland mehren sich und machen deutlich, dass die Stimmung bei Ärzt:innen, MFA und Psychotherapeut:innen auf dem Tiefpunkt ist. Viele sind vom Fachkräftemangel, Praxis- und Klinikschließungen betroffen. Welche konkreten Folgen das hat, zeigt jetzt eine aktuelle Umfrage.

Patientenversorgung am Limit

Mehr als 70 % der rund 100 befragten Ärztinnen und Ärzte gaben an, die Auswirkungen regionaler Klinik- und Praxisschließungen ganz unmittelbar zu spüren. Dabei mit rund 52% am häufigsten genannt: Der ständig wachsende Zustrom an Patientinnen und Patienten und die damit einhergehende immer größer werdende Flut an Patientenanfragen. Zudem werden die Folgen in einer deutlich höheren Arbeitsbelastung (50%) und vermehrtem Stress im Alltag (44%) wahrgenommen.

Bessere Vernetzung gewünscht

Um die Versorgung effizienter organisieren zu können, wünschen sich 56 % der Befragten mehr regionale Vernetzung mit anderen Praxen.

Besonders wünschen sich Ärztinnen und Ärzte einen besseren regionalen Austausch zu folgenden Anliegen:

• 58 % würden sich gern besser mit Kollegen zu gemeinsamen Patientenfällen austauschen.
• 51 % wünschen sich eine regionale Lösung für schnelle Terminvereinbarungen.
• 47 % wünschen sich eine schnellere Übermittlung von Arztbriefen oder Befunden an Kollegen.

78 % der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie es als schwer empfinden, sich effizient und regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen aus der Region zu vernetzen und gezielt zu beruflichen Dingen auszutauschen.
Digitale Lösungen können Entlastung bringen und Vernetzung verbessern
„Die Arbeitsbelastung in Praxen ist enorm. Patientenanfragen und andere administrative Aufgaben türmen sich, was nicht zuletzt auch der fatalen Entwicklungen im Bereich der ambulanten Versorgung geschuldet ist. Was es jetzt braucht, sind Maßnahmen, die schnelle Entlastung im Praxisalltag bringen und die Vernetzung untereinander fördern, um eine effiziente Gesundheitsversorgung vor Ort zu gewährleisten. Dazu gehört auch, die Kommunikation sowohl mit den Patientinnen und Patienten als auch zwischen Praxen und Gesundheitseinrichtungen zu vereinfachen. Beides frisst im Praxisalltag viel Zeit und Nerven. Abhilfe schaffen hier digitale Tools wie unsere messengerbasierte Kommunikationslösung“, erklärt Martin Drees, CEO von medflex.

Hinweis: Die Umfrage wurde im August 2023 unter medflex-Nutzer:innen durchgeführt. Mehrfachnennungen waren möglich.


Quelle
medflex